Der De Vere hat wieder einen Timer!

Gute Neuigkeiten für die Freunde der Grossformat-Fotografie: Unser Grossformatvergrösserer De Vere 504 ist wieder voll einsatzfähig! Unsem kapputten Timer konnte auch ein Abend im Bastli nicht mehr helfen und der Vergrösserer kann nur mit einem De Vere Timer benutzt werden. Nun konnten wir einen neuen Timer kaufen und er ist wieder betriebsbereit.
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Der De Vere hat eine Glassbühne und Masken für verschiedene Mittelformate und Grossformat bis 4×5″. Er steht im vollgestopften Labor 3. Wer ihn benutzen möchte, sollte sich rechtzeitig mit uns in Verbindung setzen. Wir nehmen uns dann genügend Zeit für die Schlüsselübergabe und richten den De Vere mit euch zum Gebrauch ein.

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Trockenmaschine

Wir versuchen ja in allen Einführungskursen darauf hinzuweisen, dass man für jedes Blatt, das man in die Trockenmaschine gibt, kontrollieren soll, ob es auch wieder herauskommt. Dies tun wir nicht ohne Grund: Nicht selten finden wir zerknüllte Papiere darin vor. Das ist gefärlich (Brandgefahr) und mühsahm, weil die geschmorten, eingewickelten Papiere schwer wieder zu entfernen sind.

Papier in Trockenmaschine

 

Falls ein Papier im Trockner steckenbleibt: Die Maschine ausstellen und links den schwarzen runden Kreis hereindrücken und gleichzeitig den Deckel anheben, um die Maschine zu öffnen. Die „frischen“ Papiere kann man meist relativ einfach aus dem Trockner entfernen.

Falls viele Papiere im Trockner steckenbleiben, verwendet ihr vielleicht das falsche Papier. Unsere Trockenmaschine darf nämlich nur für PE- bzw. RC- Papier verwendet werden. Baryt-Papier (auch FB-Papier) kann nicht darin getrocknet werden! PE- oder RC-Papier (beide Bezeichnungen sind gebräuchlich, es handelt sich dabei aber um dasselbe) ist das „normale“ Fotopapier. Es ist plastifiziert und bleibt deshalb, auch wenn man es nass macht, in Form und relativ stabil. Baryt-Papier (auch FB-Papier genannt) wird in der Chemie und im Wasser hingegen weich, wie normaler Karton.

Falls ihr einen alten, gefundenen Papier-Bestand aufbraucht, ist es gut möglich, dass ihr unabsichtlich Baryt-Papier verwendet. Das ist nicht nur für unseren Trockner schlecht: man stellt damit wahre Chemieschleudern her! Baryt-Papier muss man nämlich unheimlich lange wässern (nachdem man es lange entwickelt und lange fixiert hat). Es lohnt sich deshalb, gefundenes Papier zu testen (indem man ein Stückchen nass macht) und Baryt nur bewusst und richtig zu verwenden.

Wer sich informiert hat und gerne Baryt-Papier verwenden möchte, kann sich bei uns melden. Kundigen Nutzerinnen geben wir gerne eine Kurzeinführung in die Baryt-Geräte in unserem Labor.

Neue Anti-Newton-Gläser

Seit längerem hatten wir nur noch eine Glasbühne für unsere beiden Durst-Vergrösserer, bzw. nur noch ein Anti-Newton-Glas. Und damit nur eine brauchbare Glasbühne, denn ohne Anti-Newton-Glas entstehen Newton’sche Ringe, neben Staub wohl das grösste Problem am Vergrössern mit Glasbühnen. Deshalb versuche ich schon seit Monaten (wenn nicht Jahren) ein weiteres AN-Glas aufzutreiben. Nun habe ich endlich zwei vorhandene AN-Gläser auf die richtige Grösse zuschneiden lassen können. So kann man nun wieder in beiden Labors auf Glasbühnen arbeiten.

Wozu man das braucht? Für unbeschnittene Abzüge zum Beispiel, die mit hübschen schwarzen Rändchen daherkommen und zeigen, dass der Ausschnitt schon in der Kamera perfekt gewählt wurde.

Glasbühne

Glasbühne mit neuem Anti-Newton-Glas

VSETH-Blog - 1

Mit der Glasbühne vergrösserter, unbeschnittener Abzug